Das Überleben der Spezies (Zurückgeblättert)

Mit “Das Überleben der Spezies” erreichte uns (den Leser) bereits im Jahr 2014 eine Graphic Novel der etwas anderen Art. Sicherlich hat jede Graphic Novel einen eigenen Stil, doch so etwas wie in diesem Werk habe ich vorher noch nicht gesehen.

 

Ehrlich gesagt, haben mich die Zeichnungen am Anfang dezent abgeschreckt und dadurch auch davon abgehalten dieses Werk mein Eigen zu nennen. Absolut zu Unrecht. Zugegeben, die Zeichnungen sind Kurios, aber wenn man dem Buch eine Chance gibt, macht der Zeichenstil mehr als Sinn. Es ist ein verrückter Stilmix aus der allseits bekannten und beliebten Popkultur. Ob Legomännchen oder Monopoly- Mann, der Leser wird die Anspielungen merken. Zeichner Grégory Maklès überzeugt im Detail mit seiner Technik.

 

Quelle: Das Überleben der Spezies, Zeichnung: Grégory Maklès

 

Wir erleben hier keinen klassischen Aufbau einer Story, aber man findet trotzdem schnell den Einstieg. Man folgt dem Hauptprotagonist, dem Legomännchen, als Sinnbild für den “Normalo-Bürger”, der täglich Arbeiten geht und sich in seiner Welt wohl fühlt. Er lebt sein Leben so wie ca. 99% der Menschen und hat keinen Schimmer von der “anderen”, der “wirklichen” Welt um Ihn herum. Diese “andere” Welt wird durch unseren Monopoly-Mann in Szene gesetzt. Dieser ist gerade dabei seinem kritischen Sohn die Welt aus seiner Sicht zu erklären. Das beide Hauptfiguren andere Ansichten vom Leben haben, muss ich nicht näher erläutern.

Autor Paul Jorion ist Wirtschaftsexperte und weiß wovon er schreibt. Der Leser bekommt einen anschaulichen Blick auf die Welt des krankhaften Kapitalismus und wie man wieder aus dem Teufelskreis heraus kommt.

Quelle: Das Überleben der Spezies, Zeichnung: Grégory Maklès

 

Ich habe noch nie ein Werk so voll mit Ironie, Sarkasmus und der schonungslosen Wahrheit gesehen, bzw. gelesen. Schmutzig, böse, aber leider auch der Alltag. Es regt zum Nachdenken an und das sollte es auch, denn wenn die Menschheit so weiter macht, dann wird die Welt in einigen Jahren nicht mehr die Gleiche sein.

 

Quelle: Das Überleben der Spezies, Zeichnung: Grégory Maklès

 

Fast täglich bekommen wir es in den Nachrichten präsentiert. der Finanzmarkt ist so aufgebläht wie eine Seifenblase auf dem Niveau eines Heißluftballons. Es ist nur eine Frage der Zeit bis sie platzt und uns alle in den Ruin treibt.

Aber Paul Jorion zeigt uns auch Wege aus der Krise auf.

Die Menschheit hat also noch eine Chance …

Wir müssen sie nur nutzen …

Fragen zur Bewertung? Hier gibt es Antworten!

Alex

Alex

Vorstandsvorsitzender bei Kiek Mal e.V.
Gründer
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Lieblingsspiele: Zelda Reihe, FIFA 96!, AOE2, BF1942, MoH:AA, Lineage2, GTA Reihe, Mafia

Ja, ich bin eindeutig hängen geblieben 😉

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